Illegalität und Abschiebung: Zwei Videodokumentationen zu Flucht, Asyl und Abschiebung

Cover von Illegalität und Abschiebung: Zwei Videodokumentationen zu Flucht, Asyl und Abschiebung

Herausgeber:
Medienprojekt Wuppertal e. V. (Hg.)

Weitere Angaben:
2010

Mediengattung/-art:
Bericht/Dokumentation / DVD

Laufzeit:
71 Min + Bonusmaterial 70 Minuten

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Angaben zum Inhalt:

1. Wohin mit mir - Eine Videodokumentation über drei Insassen in der Abschiebehaftanstalt Büren ( 45 Min.)

In Büren befindet sich die größte Abschiebehaftanstalt von Nordrhein-Westfalen. Hier warten bis zu 500 Abschiebehäftlinge auf den Tag ihrer Abschiebung, manche nur wenige Wochen, viele aber auch mehrere Monate. Häufig besteht ihr einziges »Verbrechen« im »illegalen« Aufenthalt in Deutschland. Sie wissen nicht, wie lange sie noch in Abschiebehaft bleiben und haben keine Vorstellung, wie es in dem Land sein wird, in das sie abgeschoben werden, da sie in Deutschland geboren wurden oder bereits viele Jahre in Deutschland gelebt haben.

Der Film begleitet Mohammad aus der Türkei,  Sadat aus Kroatien und Aickey aus dem Kongo in ihrem Alltag in der JVA. Sie berichten, wie ihr bisheriges Leben verlaufen ist und wie sie in die Abschiebehaft gekommen sind. Trotz ihrer sehr unterschiedlichen Geschichten, stellt sich für alle die gleiche Frage: Warum muss ich Deutschland verlassen?

2. Nur geduldet – Das Portrait eines in Deutschland aufgewachsenen Jugendlichen, der nach Marokko abgeschoben wurde (26 Min.)


Abdelilah Rahmani ist in Deutschland aufgewachsenen und hat hier die Schule besucht. Da er als Marokkaner ohne politische Verfolgung keine Aufenthaltserlaubnis erhielt, wurde er 2008 nach Marokko abgeschoben. Die Videodokumentation berichtet über seine Abschiebung, seine Situation in Marokko und die Schwierigkeiten, sich dort eine Zukunft aufzubauen - immer mit dem Gedanken im Kopf: Vielleicht gibt es doch noch eine Möglichkeit, wieder nach Deutschland zurück zu kommen!

 
Bonusmaterial:

  • Kaplan Lupunda aus dem Kongo (10 Min.)
    Interview mit einem kongolesischen Geistlichen über seine Flucht nach Deutschland und dem anschließenden Asylverfahren
  • Mina (12 Min.)
    Ein fiktiver Kurzfilm über die Liebesbeziehung einer aus Bosnien stammenden jungen Frau, die von der Abschiebung bedroht ist
  • Ein ganz normales Leben führen (10 Min.)
    Eine Dokumentation von und über junge Flüchtlinge, die an einer Qualifizierung im Bereich Altenpflege teilnehmen
  • Zerstörung und Hoffnung ( 13 Min.)
    Da die momentane Lage im Irak einen Besuch nicht zulässt, treffen zwei Schwestern ihre irakische Verwandschaft in Damaskus, Syrien. Dort interviewen sie ihren Onkel und weitere Bekannte zu der aktuellen Situation in ihrem Heimatland
  • "Iraker sind keine Menschen" (5 Min.)
    Interview mit einem im Exil lebenden amerikanischen Deserteur, der vorher im Irakkrieg gekämpft hat

Inhaltliche Schwerpunkte:


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