Stadt. Raum. Bildung. Ansätze politischer Bildung zur Stärkung diskriminierungskritischer Perspektiven im Kiez

Cover von Stadt. Raum. Bildung. Ansätze politischer Bildung zur Stärkung diskriminierungskritischer Perspektiven im Kiez

Herausgeber:
Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e. v. (KIgA e. V.) (Hg.)

Weitere Angaben:
Berlin, 2019

Mediengattung/-art:
Bericht/Dokumentation, Sachinformation, Unterrichtsmaterial / Arbeitshilfe / Broschüre

Anzahl Seiten:
60 Seiten

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Träger des Demokratie-Projektes

Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus KIgA e.V.
Kottbusser Damm 94
10967 Berlin
Tel: 0 30 / 23 58 82 30
mail@kiga-berlin.org
www.kiga-berlin.org

Angaben zum Inhalt:

Die Broschüre gibt einen Einblick in die kiezorientierte politische Bildungsarbeit der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA).

Die Idee sozialräumlich zu arbeiten war schon in den Anfangsjahren des KIgA ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt, da der Antisemitismus damals in bestimmten Jugendzentren weit verbreitet war. Zudem stieg der hinter vermeintlicher Islamkritik versteckte antimuslimische Rassismus stark an.

KIgA hat zu der Problematik dann das Projekt "Akteure der Jugendbildung stärken – Jugendliche vor Radikalisierung schützen", erarbeitet, dass aus drei Säulen bestand: kiezorientierte politische Bildungsangebote für Sozialraum-Fachkräfte und Bewohner:innen, einer Peer-Ausbildung und der Entwicklung pädagogischer Materialien. Dazu verknüpfte das Projekt Ansätze der diskriminierungskritischen Bildung, der Migrationspädagogik und der politischen Bildung für die Migrationsgesellschaft und arbeitete mit unterschiedlichen Ansätzen und Formaten. Neben den gemeinsam konzipierten Angeboten in der Jugend- und Nachbarschaftsarbeit hat sich der Fachkräfteaustausch als wichtiges Element der Zusammenarbeit zwischen der KIgA und anderen Akteur:innen im Kiez herauskristallisiert.

Seit 2015 haben KIgA diesen Ansatz gemeinsam mit ihren Kooperationspartner:innen in der Werner-Düttmann-Siedlung (WDS) weiter entwickelt und erprobt. Die Zusammenarbeit mit den Jugend- und Nachbarschaftseinrichtungen in der Werner-Düttmann-Siedlung kam durch eine Anfrage des Nachbarschaftstreffs sowie des Quartiersmanagements zustande, da es zwischen den verschiedenen Gruppen in der Siedlung eine große Distanz gab, abwertendes Verhalten und auch sogar Übergriffe stattfanden. Zudem wurde problematisiert, dass die Bewohner:innen, als Muslim:innen, als Nicht-weiße und/oder einkommensschwache Bewohner:innen von vielfältigen Diskriminierungen und Ausschlüssen betroffen sind, diese Themen damals aber zu wenig Beachtung in der Sozialraum-Arbeit fanden.

In der Broschüre wird sich mit Segregation und soziale "Durchmischung" aus rassismuskritischer Perspektive auseinandergesetzt, die eigenen Ansätze dazu werden vorgestellt wie auch die Herausforderungen und Gelingensbedingungen im Hinblick auf Marginalisierung und den Kontext der Freiwilligkeit in der offenen Jugend- und Nachbarschaftsarbeit werden diskutiert. Die Broschüre gewährt weiterhin Einblicke in die von KIgA durchgeführten Angebote in der Werner-Düttmann-Siedlung sowie eine eigens entwickelte Methode zum Thema Antimuslimischer Rassismus und Moscheebaukonflikte wird präsentiert. Zum Ende wird noch über den deutsch-französischen Fachkräfteaustausch berichtet.

Inhaltliche Schwerpunkte:
Antidiskriminierung, Antimuslimischer Rassismus, Antisemitismus, Beratung, Demokratie, Diversität, Gewalt, Integration, Interkulturelles Lernen, Jugendarbeit, Konfliktbearbeitung, Minderheiten, Rassismus, Rechtsextremismus, Religion, Religiöse Radikalisierung, Vernetzung, Vorurteile, Zivilcourage


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