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Aus Kindern wurden Briefe. Die Rettung jüdischer Kinder aus Nazi-Deutschland

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Fachliteratur & Studien
Textbeiträge
Herausgeber:in: Maierhof, Gudrun/Schütz, Chana/Simon, Hermann
Ort: o. O.
Erscheinungsjahr: 2004
Seitenanzahl: 351
ISBN/ISSN: 3936411867
Verlag: Edition Berlin im Metropol Verlag

Die für jüdisches Leben zunehmend bedrohlicher werdenden Bedingungen im nationalsozialistischen Deutschland veranlassten viele jüdische Familien, ihre Kinder allein ins europäische Ausland, in die USA oder nach Palästina zu schicken. So konnten mehr als 12.000 jüdische Kinder und Jugendliche zwischen 1933 und 1941 durch jüdische Hilfsorganisationen außer Landes gebracht werden. Eltern und Familienangehörige hegten dabei die Hoffnung, ihnen bald folgen zu können. Der einzige Kontakt zwischen Kindern und Familien waren Briefe, da die Auswanderung der Zurückgebliebenen durch bürokratische und finanzielle Bedingungen behindert wurde. Darüber hinaus wird das Spannungsfeld zwischen Legalität und Illegalität im Zusammenhang mit den Rettungsaktionen thematisiert: Recha Freier schleuste jüdische Jugendliche unter dem Deckmantel der Jugend-Alija nach Palästina. Käte Rosenheim setzte sich auf legale Weise im Rahmen der etablierten Organisation "Reichsvertretung der deutschen Juden" für Kinderauswanderung ein.

Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um den Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum vom 29.09.2004 bis 31.01.2005.

Ziel des Projektes war es, das Thema Antisemitismus in einer Form zu vermitteln, die für Kinder und Jugendliche verständlich und ansprechend ist. Es ging darum, den Alltag und die Bedrohung von Kindern einer Minderheit in totalitären Systemen zu vermitteln. Das Material ist vor allem an alle Jahrgangsstufen an Realschulen und Gymnasien gerichtet.