Einfache Sprache

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bei der Vielfalt-Mediathek
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Dieser Text ist in einfacher Sprache.
Er soll für möglichst viele Menschen verständlich sein. 

Auf unserer Internetseite kannst Du zum Beispiel Broschüren und Zeitschriften, Filme oder Podcasts herunterladen.
Das alles zusammen nennen wir "Materialien".
Die Materialien kosten nichts.
Du kannst aus über 5.000 Materialien auswählen. 

In den Materialien geht es darum, wie man Rassismus, Rechtsextremismus und ähnliche Gefahren vorbeugen  kann.
Und was man dagegen tun kann.
Es geht auch um Demokratie und Vielfalt in unserer Gesellschaft.
Und wie verschiedene Menschen in Deutschland gut zusammen leben können.
Du bekommst auch Informationen über Flucht, Migration und zu vielen ähnlichen Themen. Unsere Internetseite ist zum Beispiel für Lehrerinnen und Lehrer.
Aber auch für andere Menschen, die unterrichten und für alle Interessierten.

Um welche Themen geht es genau?   

Wir haben die Materialien nach Themen geordnet: 

  • Rechtsextremismus
    Das ist eine radikale politische Anschauung.
    Im Rechtsextremismus ist die eigene Nation besonders wichtig.
    Er ist immer mit Rassismus verbunden.

  • Rassismus
    Rassismus bedeutet:
    Manche Menschen denken, sie sind besser als andere.
    Nur, weil sie zu einer bestimmten Gruppe von Menschen gehören.
    Zum Beispiel, weil sie eine weiße Haut haben.
    Bestimmte Wörter können rassistisch sein.
    Häufig führt Rassismus zu Gewalt.

  • Antimuslimischer Rassismus
    Das ist Rassismus gegen Muslime und Musliminnen. 

  • Antiziganismus
    Das ist Rassismus gegen Sinti und Roma.

  • Antisemitismus
    Das ist Rassismus gegen jüdische Menschen. 

  • Flucht und Asyl
    Hier geht es um Menschen, die in Deutschland eine neue Heimat suchen. Und was ihnen dabei helfen kann. 

  • Nationalsozialismus
    Hier geht es vor allem um Informationen über die Zeit von 1933 bis 1945, als in Deutschland die Nazis an der Macht waren.
    Sie haben viele unschuldige Menschen umgebracht und verfolgt. 

  • Islamismus
    Hier geht es um Gruppen, die an extremen religiösen Grundsätzen festhalten. 

  • Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft
    Hier geht es darum:
    Wie können wir das gemeinsame Leben aller Menschen in Deutschland verbessern?
    Egal welcher Religion sie angehören, welche Hautfarbe sie haben oder welches Geschlecht. 

  • Queerfeindlichkeit
    Hier geht es darum, dass homo-, trans- und intersexuelle Menschen oft abgelehnt werden.
    Und was wir gegen Vorurteile und Ablehnung tun können.
    Homosexuelle Menschen lieben Menschen des gleichen Geschlechts.
    Transsexuelle Menschen fühlen sich dem anderen Geschlecht zugehörig.
    Intersexuelle Menschen sind nicht eindeutig Mann oder Frau. 

  • Feminismus und Anti-Feminismus
    Feminismus will, dass alle Geschlechter die gleichen Rechte und Chancen haben.
    Und das in allen Bereichen.

    Feminismus ist eine Idee und eine Bewegung. Er zeigt: Wo haben Menschen Nachteile wegen ihres Geschlechts? Diese Nachteile sollen verschwinden. Dafür setzt sich Feminismus ein.

    Ein wichtiges Ziel ist die Gleichstellung von FLINTA*-Personen. FLINTA* bedeutet: Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans- und agender Personen. Agender heißt: Zu keinem konkreten Geschlecht gehören. Diese Gruppen werden oft benachteiligt. Feminismus richtet sich auch gegen das Patriarchat. Das ist eine Gesellschaft, in der Männer mehr Macht haben als andere Geschlechter.

    Anti-Feminismus ist das Gegenteil von Feminismus: Er ist eine Haltung und ein Plan für politisches Handeln. Er richtet sich gegen feministische Ideen und Forderungen. Menschen mit diesen Ansichten lehnen eine Gleichstellung der Geschlechter ab.

  • Antischwarzer Rassismus
    Antischwarzer Rassismus richtet sich gegen Schwarze Menschen. Durch den Rassismus werden sie schlechter behandelt als andere Menschen. So, als wären sie weniger wert. 

    In unserer Gesellschaft sind weiße Menschen in der Mehrheit. Sie haben mehr Macht und Vorteile. Viele weiße Menschen denken gar nicht darüber nach, dass das so ist.

  • Demokratieförderung
    Demokratie bedeutet: "Herrschaft des Volkes". Alle Menschen sind gleich viel wert und dürfen ihre Meinung sagen. Sie können durch Wahlen mitentscheiden.

    Demokratieförderung hat das Ziel, dass viele Menschen diese Werte kennenlernen. Sie sollen an die Demokratie glauben und mitmachen. Sie sollen verstehen, dass sie etwas verändern können. Zum Beispiel Probleme friedlich lösen.

  • Empowerment
    Empowerment bedeutet Selbst-Ermächtigung. Benachteiligte Menschen lernen, ihre eigene Stärke zu erkennen und zu nutzen. Sie kämpfen für ihre Rechte. Sie wollen in Politik und Gesellschaft mitbestimmen. Sie verbessern ihre Lebensbedingungen, obwohl sie in der Minderheit sind.

    Der Begriff Empowerment kommt aus den USA. Dort haben in den 1960er Jahren Schwarze Menschen für ihre Rechte als Bürger:innen gekämpft.

  • Linksextremismus
    Linksextremismus ist ein Begriff für verschiedene Gruppen und Organisationen. Sie wollen soziale Gerechtigkeit. Und sie lehnen den Kapitalismus ab. Vor allem zwei Strömungen sind bekannt: Der Marxismus gründet auf den Schriften von Karl Marx und Friedrich Engels. Beide haben den Kapitalismus kritisiert. Die Arbeiter:innen sollten dagegen kämpfen.
    Die zweite Strömung ist der Anarchismus. Er will eine Gesellschaft ohne Herrschaft, Gesetze oder Macht.

    Linksextremismus fordert eine extreme Veränderung. Oft akzeptiert er Gewalt. Er lehnt die grundlegenden Werte unseres Staates ab.

  • Verschwörungsmythen / Verschwörungstheorien
    Ein Mythos ist eine Geschichte. Verschwörungsmythen wollen für Ereignisse oder Probleme besonders einfache Erklärungen bieten. Sie behaupten: Eine kleine Gruppe von Menschen würde heimlich alles steuern. Damit sie ihre Ziele erreichen kann. Dafür gibt es aber keine Beweise.

    Diese Theorien nutzen gern einen "Sündenbock". Das ist eine Person oder Gruppe. Sie soll an dem Problem schuld sein. Auch, wenn das überhaupt nicht stimmt.

    Viele Menschen glauben Verschwörungstheorien. Sie wollen jemandem die Schuld geben, statt die Hintergründe eines Problems zu verstehen.

  • Hass im Netz
    "Hass im Netz" sind Beleidigungen, Verletzungen und Drohungen im Internet. Menschen posten und teilen sie in sozialen Netzwerken. Bei einigen Formen ist der Grund für den Hass versteckt. Das heißt, der Grund für den Angriff wird nicht genannt. Das kann zum Beispiel die sexuelle Orientierung sein.
    Es gibt keine einheitliche wissenschaftliche Erklärung für "Hass im Netz". Die Menschen haben unterschiedliche Meinungen darüber, was dazu gehört.

Alle Materialien wurden vom Programm "Demokratie leben!" oder von anderen Förderprogrammen bezahlt.

Was ist "Demokratie leben!"?

"Demokratie leben!" ist ein Programm vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die Abkürzung dafür ist BMBFSFJ. Das Ministerium gehört zur Bundesregierung.

Mit dem Programm "Demokratie leben!" unterstützt das BMBFSFJ
Projekte, die sich für Demokratie in Deutschland einsetzen.
Die Projekte werden von Gruppen, Vereinen oder einzelnen Personen durchgeführt. Sie setzen sich gegen menschenfeindliche Meinungen und Einstellungen ein. Das sind zum Beispiel Rechtsextremismus, Nationalismus oder Rassismus.
Sie bekämpfen Vorurteile gegen Menschen, die Muslime sind. Oder für Muslime gehalten werden. Und sie bekämpfen Vorurteile gegen jüdische Menschen und Sinti und Roma. Ein weiteres Thema ist, dass viele Menschen wegen ihres Geschlechts oder ihrer Sexualität diskriminiert werden.

Nähere Infos findest Du hier.

Die Projekte setzen sich dafür ein, dass alle Menschen in Deutschland gut zusammenleben können. Und dass alle Menschen die gleichen Rechte bekommen. Egal, wo sie herkommen, wie sie aussehen oder wie sie leben.

Die Projekte sollen zeigen: Es ist gut, dass wir alle unterschiedlich sind. Und jeder soll mitbestimmen, wie wir in Deutschland leben.

Das BMBFSFJ unterstützt die Projekte mit Geld. Es gibt das Programm "Demokratie leben!" seit 2015. 

Das Programm fördert unterschiedliche Bereiche:

Partnerschaften für Demokratie

Die "Partnerschaften für Demokratie" sind Gruppen in Städten, Landkreisen oder Kommunen. Sie planen Aktionen für Demokratie und Vielfalt.
Das tun sie:

  • direkt in dem Ort, wo es nötig ist
  • passend zu der konkreten Situation
  • zusammen mit den Menschen vor Ort
  • so, dass es lange Zeit wirkt

Landes-Demokratiezentrum

In jedem Bundesland fördert "Demokratie leben!" die Arbeit
eines Landes-Demokratiezentrums.
Das Zentrum fasst die verschiedenen Aktionen zusammen,
die es in dem Bundesland gibt.
Es verbindet die Menschen miteinander, die bei den Aktionen mitmachen.
Sie können zusammenarbeiten und sich austauschen.
Es gibt unterschiedliche Beratung zu Gewalt oder Demokratie:

  • Die mobile Beratung.
    Sie fährt an unterschiedliche Orte und berät dort
    zum Beispiel Vereine, Schulen oder Familien.
  • Die Opfer- und Betroffenenberatung.
    Sie berät Menschen, die von rechter, rassistischer, antisemitischer
    und anderer menschenfeindlicher Gewalt betroffen sind.
  • Die Distanzierungs- und Ausstiegsberatung.
    Sie berät Menschen, die aus demokratiefeindlichen
    Gruppen aussteigen wollen.

Bundeszentrale Infrastruktur

Das bedeutet: Das Programm baut ein Netzwerk in ganz Deutschland auf. Menschen und Organisationen arbeiten zusammen. Sie tauschen Wissen aus und verbessern ihre Arbeit.

Innovationsprojekte

Eine Innovation ist etwas Neues. Diese Projekte testen neue Ideen und Methoden. Sie entwickeln Wege, um mehr Menschen zu erreichen. Die Themen sind zum Beispiel: Demokratie fördern, Vielfalt gestalten und Extremismus verhindern.

Extremismusprävention in Strafvollzug und Bewährungshilfe

Das ist ein Teil des Programms "Demokratie leben!". Dabei geht es um Menschen, die zu Extremismus neigen. Dazu gehören Rechtsextremismus, Islamismus und Linksextremismus. Das Angebot ist für Personen, die im Gefängnis sind. Oder die eine Strafe zu Bewährung bekommen haben. Sie können beraten und begleitet werden.

Zu einigen Projekten wird auch wissenschaftlich geforscht. So entsteht ein Austausch zwischen der praktischen Arbeit und der Wissenschaft.

"Demokratie leben!" fördert auch Begleitprojekte. Sie helfen den einzelnen Projekten.
Das Programm unterstützt auch kurzfristige Projekte. Damit kann man schnell handeln und auf aktuelle Entwicklungen reagieren.

Weitere Informationen zu "Demokratie leben!" findest Du in Leichter Sprache hier.

Was ist der IDA e.V.?

Wir sind der IDA e.V.
IDA ist eine Abkürzung für: Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit.
E.V. bedeutet: Eingetragener Verein.

Wir sammeln Informationen zu den Themen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus. Außerdem über Vielfalt in der Gesellschaft und das Zusammenleben von verschiedenen Kulturen.

Wir geben die Informationen an Menschen weiter, die sich dafür interessieren. Oft sind es Vereine, Schulen oder Organisationen, die mit jungen Menschen arbeiten.
Wir stellen Informationen zu dem Thema zusammen,
das sie interessiert. Wir beraten und führen Weiterbildungen durch. Wir vermitteln Kontakte zu Projekten und zu Fachleuten.

Den IDA e.V. gibt es seit 1990. Im Moment sind 31 Gruppen bei uns Mitglied.

Wie kannst du nach Informationen suchen?

Oben auf der Startseite ist das Feld "Mediathek durchsuchen". Hier kannst du eingeben, was du suchst. Das kann ein Thema sein. Oder der Name von jemandem, der etwas geschrieben hat. Es kann auch der Titel sein. Oder eine Medienart, zum Beispiel "Buch, Podcast oder Video". Wenn du anfängst etwas zu schreiben, schlägt dir die Seite auch Begriffe vor. Bei den Ergebnissen werden zuerst die Materialien angezeigt, die nach 2020 entstanden sind. 

Ist nicht das Richtige dabei? Oder sind es zu viele Ergebnisse? 

Auf der Ergebnisseite kannst du deine Suche ändern und genauer auswählen. Du kannst auch direkt nach verschiedenen Themen suchen. Zum Beispiel "Demokratie, Rassismus oder Hass im Netz".  Du kannst auch zwischen verschiedenen Medienarten wählen. Zum Beispiel "Praxismaterialien, Video oder Podcast".
Und du kannst wählen, für wen die Informationen sein sollen (Zielgruppen). Zum Beispiel "Eltern, Kinden, von Rassismus betroffene Menschen". Du kannst auch mehrere Punkte gleichzeitig anklicken.

Du kannst diese Suchmöglichkeiten miteinander kombinieren. So werden die Suchergebnisse genauer.

Du suchst Materialien die vor 2020 erschienen sind?

Wenn du Materialien suchst, die vor 2020 erschienen sind, klicke bei der Suche auf "archivierte Inhalte mit anzeigen". Dann werden sie mit angezeigt.

Warum kann man manche Materialien nicht herunterladen?

Einige Materialien kann man nicht herunterladen, weil es die nur gedruckt gibt. Oft sind es ältere Materialien. Man kann sie nicht bei uns ausleihen. Aber du kannst bei dem Verlag oder Projekt nachfragen, die das Material veröffentlicht haben. Manchmal kannst du sie in Bibliotheken finden.
Diese Materialien heißen "Offline-Bestand". 

Kann man die Materialien aus der Vielfalt Mediathek bestellen?

Nein, wir leihen nichts aus. Bei uns kannst du Materialien suchen und kostenlos herunterladen. Die anderen Materialien (Offline-Bestand) kannst du bei dem Projekt, Verlag oder in der Bibliothek suchen.

Du suchst Materialien zu einem bestimmten Thema? Wir  helfen dir gern.

Du kannst uns anrufen oder eine E-Mail schreiben.
Telefon: 0211/1592555
E-Mail: mediathek@IDAe.V.de