Berichte von unterwegs. Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus in Nordrhein-Westfalen
Themen:
Zielgruppen:
2010 wurden in NRW bundesweit die meisten rechtsextremen Gewalttaten registriert. In Stadt- und Kreisparlamenten sitzen Abgeordnete verschiedenster rechtsextremer Parteien. Regelmäßig finden Demonstrationen oder rechte Konzerte statt. An Schulen oder in Stadtteilen tauchen Propagandamaterialien auf.
Um Kommunen, politisch Aktive, Schulen, Bündnisse, Privatpersonen etc. dabei zu unterstützen diesen Erscheinungsformen etwas entgegenzusetzen, stehen in allen Regierungsbezirken (Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln, Münster) Mobile Beratungsteams bereit: sie informieren, führen Fortbildungen durch und entwickeln je nach Situation individuelle Strategien gegen Rechtsextremismus.
Die Broschüre gibt einen anschaulichen Einblick in die Arbeit der MBTs.
Zunächst werden einzelne Aspekte des Rechtsextremismus aufgegriffen: antimuslimischer Rechtspopulismus, Autonome Nationalisten, Rechtsrock, Gewalt sowie rassistische Einstellungen und Debatten in der sog. Mitte der Gesellschaft, an die Rechtsextreme anknüpfen.
Im zweiten Teil berichten die fünf MBTs aus ihrer praktischen Arbeit und schildern exemplarisch Beratungsfälle vor Ort, z. B. wie kommunale Konzepte gegen Rechtsextremismus entwickelt werden, wie Jugendverbände auf Rechtsextremismus in den eigenen Reihen reagieren können, welche Spezifika es im ländlichen Raum gibt oder wie Engagement langfristig gestärkt werden kann.
Der Serviceteil stellt abschließend hilfreiche Adressen, Literatur- und Linkhinweise zur Verfügung.