Verknüpfungen. Ansätze für die antisemitismus- und rassismuskritische Bildung. Eine Methodenhandreichung
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Die vorliegende Methodenhandreichung "Verknüpfungen. Ansätze für die antisemitismus- und rassismuskritische Bildung" ist eine Neuauflage der gleichnamigen Handreichung von 2019. Eine Neuauflage wurde, neben dem schon fortgeschrittenen Alters der Publikation, nötig, da sich seit der Erstveröffentlichung der politische und gesellschaftliche Rahmen stark verändert hat. Die im Zuge der Corona-Krise wild um sich sprießenden Verschwörungstheorien, der vermehrte Anstieg von anti-asiatischem Rassismus, die Relativierung des Holocaust u.v.m. haben das gesellschaftliche Klima nachhaltig verändert und polarisiert. Mit dem zwei Jahre später ausgebrochenen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, der noch immer tobt, spitzt(e) sich die Polarisierung in der Gesellschaft weiter zu, um dann, als vorläufiger Kumulationspunkt, im Überfall der Hamas auf Israel und dem darauffolgenden Krieg zu münden. Gerade die Auseinandersetzung zwischen Israel und der Hamas bestärkt Menschen, sich ihrem Antisemitismus und Rassismus offen hinzugeben.
Um effektiv etwas gegen diese Entwicklung zu unternehmen, verknüpft das Methodenhandbuch, systematisch antisemitismus- und rassismuskritische Bildung miteinander. Auch wenn, wie oben ebenfalls ausgeführt, es in der aktuellen Situation, durch das Aufeinandertreffen von Rassismus und Antisemitismus bzw. von Rassismus- und Antisemitismuskritik gewisse Spannungsfelder entstehen. Diese Spannungen münden in der Öffentlichkeit schnell in polarisierende Debatten, die suggerieren, dass es nur zwei Seiten gibt und man sich für eine Seite zu entscheiden hat. Das trägt zu einer hohen Verunsicherung, gerade bei pädagogischen Fachkräften, bei.
Die Neuauflage des Methodenhandbuches, das im Rahmen des Projekts "Zusammen_denken, zusammen handeln" erschienen ist, will mit dieser Negativspirale brechen und entwickelte neue Ansätze bzw. entwickelte bereits vorhandene Ansätze weiter, um Spannungsfelder der antisemitismus- und rassismuskritischen Bildung konstruktiv für pädagogische Fachkräfte bearbeitbar zu machen.