"Wir müssen unseren Kindern die Geschichte der Sinti und Roma erzählen." Neuköllner Stadtteilmütter auf den Spuren der NS-Geschichte
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Träger des Demokratie-Projektes:
Auf Initiative der Neuköllner Stadtteilmütter bietet die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste jährlich ein bis zwei Bildungsprogramme an, in denen sich die Stadtteilmütter intensiv mit der Geschichte des Nationalsozialismus, dem Holocaust und dem Porajmos auseinandersetzen. Neben der unmittelbaren Auseinandersetzung mit der Geschichte steht immer auch die Frage im Mittelpunkt der Veranstaltungen, welche Folgen das Geschehene für die Gegenwart besitzt und was für Lehren daraus für die Zukunft gezogen werden sollen.
Die Angebote sind so konzipiert, dass sie auf gegenseitigen Dialog basieren, der dabei helfen soll, unterschiedliche Sichtweisen auf die deutsche Geschichte kennenzulernen und zu vermitteln. Dabei rückt auch immer die eigene Migrationsbiografie in den Fokus, die dadurch als selbstverständlicher Teil unserer Geschichte wahrgenommen wird.
In dem konkreten Projekt "Stadtteilmütter auf den Spuren der Geschichte" haben sich seit 2015 in vier Seminarreihen, drei Schreibwerkstätten und zwei Begegnungsprogrammen 50 Neuköllner Stadtteilmütter mit dem Nationalsozialismus auseinandergesetzt mit besonderem Augenmerk auf die Verfolgung von Rom:nja und Sinti:zze und den bis heute spürbaren Folgen für die Betroffenen.
In der Broschüre werden 15 ausgewählte Texte, alle entstanden in den Schreibwerkstätten, vorgestellt. Sie handeln von den Erfahrungen im Projekt und den Folgen und Forderungen der Autor:innen daraus. Die Texte sind zudem eng mit der jeweils eigenen Biografie verknüpft.