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Antisemitismus im Kontext der Covid-19-Pandemie

Herausgeber:in: Bundesverband der Recherche und Informationsstellen Antisemitismus e.V. (Bundesverband RIAS)
Ort: o.O.
Erscheinungsjahr: 2020
Medienart: Bericht/Dokumentation, Fachinformation
Anzahl Seiten: 50
Inhalt:

2018 wurde in Berlin der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus e. V. (RIAS) gegründet. Er verfolgt das Ziel, mit Hilfe des Meldeportals www.report-antisemitism.de bundesweit eine einheitliche zivilgesellschaftliche Erfassung und Dokumentation antisemitischer Vorfälle zu gewährleisten. Der Bundesverband greift dabei auf die beim Verein für Demokratische Kultur in Berlin (VDK) e.V. seit 2015 entwickelten Arbeitsweisen und Technologien zurück.

Der vorliegende Bericht lässt keinen Zweifel daran, dass die Covid-19-Pandemie den schon vorhandenen Antisemitismus in der Bevölkerung weiter gestärkt hat. Manche bezeichnen die Pandemie sogar als Brandbeschleuniger für Antisemitismus und dementsprechende Handlungen.

Es lassen sich laut RIAS unterschiedliche Phasen innerhalb der ersten drei Monate der Pandemie erkennen. Zunächst spielten sich antisemitische Äußerungen insbesondere im Online-Bereich ab, häufig verbunden mit nicht explizit antisemitischen Verschwörungsmythen, die schnell eine enorme Verbreitung erfuhren. Als sich in einer zweiten Phase auch jüdisches Leben in Deutschland mehr und mehr in den digitalen Raum verlagerte, war dies mit massiven Formen verletzenden Verhaltens verbunden, die sich direkt gegen Menschen jüdischen Glaubens richteten. In einer dritten Phase manifestierten sich antisemitische Deutungen nicht mehr nur online, also zum Beispiel in Chatgruppen und in Sozialen Medien, sondern auch auf einer Vielzahl von Demonstrationen im gesamten Bundesgebiet.

Parallel zu diesen Phasen erfassten der Bundesverband und mehrere regionale Meldestellen eine Vielzahl antisemitischer Vorfälle mit unmittelbarem oder mittelbarem Bezug zur Covid-19-Pandemie.

Diese werden in dem Bericht nach jeweiligen Bundesland aufgeschlüsselt vorgestellt. Zudem versucht sich der Bericht in einer bundesweiten Einschätzung der Lage.

Inhaltliche Schwerpunkte: Antisemitismus, Demokratie, Gewalt, Menschenrechte, Minderheiten, Nationalsozialismus, Politische Bildung, Rassismus, Rechtsextremismus, Religion, Vorurteile

Träger des Demokratie-Projektes

Bundesverband der Recherche und Informationsstellen Antisemitismus e.V. (Bundesverband RIAS)
Gleimstraße 31
10437 Berlin
Tel: 0 30 / 8 17 98 58 18
presse@report-antisemitism.de
www.report-antisemitism.de