Baustein 15. Islamismusprävention in der Schule
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Schule ist kein geschlossener Mikrokosmos ohne Kontakt zur Außenwelt. Schüler:innen, Lehrer:innen wie auch die gesamte Institution-Schule sind vom gesellschaftlichen Umfeld geprägt und prägen im Gegenzug ebenfalls die Gesellschaft. Das gilt umso mehr, wenn es um Politik als solche und politische Einstellungen im Besonderen geht. Wie geht die Schule mit extremistischen Positionen um und wie kann sie schon im Vorfeld verhindern, dass Schüler:innen sich zu diesen Positionen hingezogen fühlen? Und was ist legitim und was ist verboten bzw. wo wird der legale Spielraum so weit ausgedehnt, dass ein Eingreifen nötig ist?
Gerade im Bereich des Islamismus spielt der Bereich der Grauzone zwischen legitimen religiösen Bedürfnissen und extremistischen Erscheinungsformen der Religion eine besondere Rolle. Natürlich sind offen und auch gewalttätig auftretende islamistische Akteure ein Problem in der Schule. Ein viel Größeres, auch wenn das Ausmaß in der Forschung umstritten ist, sind jedoch Aktivitäten, die dem legalistischen Islamismus zuzurechnen sind, z. B. so genannte konfrontative Religionsausübungen. Was kann die Schule also tun?
Der vorliegende "Baustein 15 – Islamismusprävention in der Schule" nimmt sich der Problematik an und bündelt zentrale Informationen, die bei der Entwicklung schulischer Präventionsmaßnahmen hilfreich sein können.
Dabei beleuchtet "Baustein 15" die aktuellen Erscheinungsformen des Islamismus und beschreibt die in Deutschland aktiven Akteur:innen. Er geht dabei auch auf die Geschichte des Islamismus ein und wie immer mehr das Digitale wichtig für die Verbreitung von Propaganda und damit Rekrutierung ist. Im Folgenden erläutert der Baustein, welche Rahmenbedingungen in schulischen Kontexten für eine nachhaltige Radikalisierungsprävention gelten und welche grundlegenden Prämissen dabei erfüllt sein müssen. Darauf aufbauend stellt er im Weiteren ausgewählte Methoden der Radikalisierungsprävention vor. "Baustein 15" schließt mit der Benennung von Herausforderungen und offenen Fragen im Kontext des Themenfeldes.