Demokratische Kulturen in Sportvereinen. Zu den Herausforderungen und Chancen des Vereinssports. Eine Pilotstudie in niedersächsischen Sportvereinen
Themen:
Zielgruppen:
Träger des Toleranz-Projektes:
Sportvereine fördern bei ihren Mitgliedern Toleranz und pluralistisches Denken schon dadurch, dass sie keine Grenzen, Sprache und Herkunft kennen. Nur der gemeinsame Erfolg steht im Vordergrund. Auch durch das Erleben von Gemeinschaft und gemeinsamer Partizipation an den Entscheidungen im Verein wird demokratisches Denken automatisch gefördert. Das ist jedenfalls eine weitverbreitete Vorstellung bzgl. Sportvereinen und ihren Beitrag zur Solidar- und Wertegemeinschaft.
Andererseits neigen Sportvereine zur Homogenisierung durch den, zwar freiwilligen, Zusammenschluss, der aber durch Auswahlverfahren gesteuert wird. Ebenfalls sind sie fähig, sehr starken Konformitätsdruck auf ihre Mitglieder auszuüben. Sie können somit auch als das komplette Gegenteil von Öffnung und Partizipation verstanden werden.
Auch dürfen die Mitglieder nicht als abgeschottet von den Ideen der Außenwelt gesehen werden. Sie sind ebenfalls Teil dieser Gesellschaft und lassen sich negativ wie positiv davon beeinflussen.
Vor diesem Hintergrund widmet sich die Pilotstudie zwei Fragekomplexen, die sich primär mit der Möglichkeit der Stärkung wie auch der Förderung demokratischer Grundsätze in Sportvereinen (hier auf Sportvereine in Niedersachsen gemünzt) befassen:
- Welche Partizipationsmöglichkeiten nehmen die Mitglieder in ihrem Sportverein wahr? Inwiefern besteht die Bereitschaft, sich für die Schaffung und Gestaltung eines vereinsinternen Gemeinwesens einzusetzen, das sich auf den zentralen demokratischen Prinzipien der Anerkennung und Gleichwertigkeit aller Vereinsmitglieder gründet?
- Welche Einstellungsmuster bestehen, die einen umfassenden wie gleichwertigen Zusammenhalt fördern? Existiert der viel beschworene, integrierende und demokratisierende Motor der Vereinskultur oder wirken auch im Mikrokosmos Sportverein desintegrative, abwertende und diskriminierende Einstellungen?
Die Broschüre stellt die Methodik vor und präsentiert ausführlich die Ergebnisse der Studie. Zudem spricht sie mögliche Handlungsempfehlungen für eine zukünftige Entwicklung aus.