Männlichkeit(en) in der Radikalisierungsprävention. Gendersensible Ansätze in der Arbeit mit radikalisierten Personen aus dem islamistischen Spektrum
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Dass Männlichkeitsvorstellungen auch in islamistischen Radikalisierungsprozessen eine große Rolle spielen, steht bisher, im Gegensatz zu Untersuchungen über rechtsextreme Radikalisierungsprozesse, meist nicht so im Fokus. Dabei spielen sie eine erhebliche Rolle. Islamistische Ideologien bieten, wie rechtsextreme, männlichen Jugendlichen eine "geordnete" binäre Geschlechterordnung mit den dazugehörigen traditionellen Vorstellungen von Männlichkeit. Neben einem religiösen und/oder politischen Motiv sich ihnen anzuschließen, bieten Islamisten so auch ein emotionales Motiv.
Trotz dieser Erkenntnis werden geschlechtsspezifische Dynamiken in der Praxis der Radikalisierungsprävention und Deradikalisierung bisher selten systematisch reflektiert oder konzeptionell verankert. Die vorliegende Publikation "Männlichkeit(en) in der Radikalisierungsprävention" möchte mithelfen das zu ändern.
"Männlichkeit(en) in der Radikalisierungsprävention" verbindet dabei Erkenntnisse aus der Forschung zu Männlichkeitsideologien und dem praktischen Wissen aus der Präventionsarbeit und richtet sich dabei an Fachkräfte, Institutionen und Entscheidungstragende, die darauf hinwirken, Genderperspektiven systematisch in Prävention und Deradikalisierung einzubinden.