Impulse zur Demokratieförderung und Islamismusprävention: Radikalisierung, Flucht und Prävention − Herausforderungen und Perspektiven
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Der Diskurs über geflüchtete Menschen hat sich in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit massiv gewandelt. Sie sind nicht mehr primär Menschen, die Schutz suchen und Hilfe brauchen, sondern sie gelten mehr und mehr als potentielle Gefährder der öffentlichen Sicherheit. Vertrauen hat sich in Misstrauen transformiert. Tatsächlich stattgefundene Anschläge verstärken das Gefühl der Unsicherheit. Immer begleitet von einer reißerischen Berichterstattung, obwohl Einzeltäter:innen die Anschläge ausgeführt haben, und die übergroße Mehrheit der Geflüchteten nichts damit zu tun hat und sie ebenfalls ablehnt.
Aber natürlich haben die wenigen Anschläge von Geflüchteten stattgefunden und man muss sich mit den Gründen und vor allem mit der Prävention auseinandersetzen, ohne aber in Klischees, Rassismen und Vorverurteilungen zu verfallen. Die vorliegende Analyse "Radikalisierung, Flucht und Prävention − Herausforderungen und Perspektiven", aus der Reihe "Impulse zur Demokratieförderung und Islamismusprävention", hat sich zum Ziel gesetzt, differenziert auf das Themenfeld zu schauen und dabei verschiedene Perspektiven und Facetten sichtbar zu machen, die komplexe Zusammenhänge zwischen Flucht und einer möglichen Radikalisierung beleuchten und neue Impulse für die Präventionsarbeit setzen.