Rechtsextremismus in der Einwanderungsgesellschaft
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Rechtsextremismus wird bislang hauptsächlich in Bezug auf die Mehrheitsgesellschaft diskutiert und behandelt. Es treten aber auch rechtsextreme Einstellungen unter Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Erscheinung, die zum Teil von Bewegungen in ihren ehemaligen Heimatländern oder den Heimatländern ihrer Familien beeinflusst werden.
Das Projekt "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" hat eine Broschüre erstellt, in der auf rechtsextreme, rassistische und nationalistische Strömungen unter Migrantenjugendlichen eingegangen wird. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Jugendlichen aus dem ehemaligen Jugoslawien, aus der Türkei, aus Polen sowie auf jugendliche Spätaussiedler.
Die Broschüre bietet sowohl einen Überblick über die verschiedenen Erscheinungsformen von Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus, Homophobie etc. in diesen Ländern als auch über deren Auswirkungen in Deutschland. Themen sind unter anderem aktuelle Debatten innerhalb der Szenen, die zum Teil vor allem im Internet stattfinden, nationalistische Musik und Jugendkultur. Es finden sich Informationen zu verbreiteten Männer- und Frauenbildern, Bildern von Ehre, Sexualität und Geschichte und übersteigerten Nationalgefühlen. Im Kapitel über Rechtsextremismus türkischstämmiger Jugendlicher wird die Frage nach dem Stellenwert der Integration gestellt und es werden verschiedenen rechtsextreme und nationalistische türkische Organisationen, Gruppen und Symbole vorgestellt.