Was ist die Fishbowl Methode?
Was ist die Fishbowl Methode?
Die Fishbowl Methode ist eine Diskussionsform für größere Gruppen (15-20 Personen), bei der ein Teil der Teilnehmenden in einer Art Fishbowl (dt. Aquarium/ Goldfisch-Glas) Formation sitzen, die von außen beobachtet wird. Dabei wird ein vorgegebenes Thema diskutiert.
Für wen ist die Methode geeignet?
Die Fishbowl-Methode kann immer dann gut angewendet werden, wenn man gemeinsam an neuen Ideen für beispielsweise ein Projekt oder ein Problem arbeitet. Die Methode kann dazu dienen, ein Problem zu schlichten oder unterschiedliche Perspektiven auf die Sachlage zu erhalten.
Wie wird die Fishbowl Methode durchgeführt?
Bei der Methode kommen 15 bis 20 Menschen zusammen, die eine definierte Fragestellung diskutieren. Die Personen bekommen im Vorfeld Zeit, um sich auf die Diskussion vorzubereiten.
Für die Durchführung der Methode eignet sich am besten ein größerer Konferenzraum. Es werden zwei Kreise gebildet – ein großer und ein kleiner Kreis. Der kleine Kreis, die Fishbowl, befindet sich innerhalb des großen Kreises. Im inneren Kreis sitzen die diskutierenden Menschen. Dabei werden immer ein bis zwei Plätze freigelassen. Die Menschen, die im großen äußeren Kreis sitzen, beobachten die Diskussion. Eine Person im Innenkreis fungiert als Moderator. Eine Person aus dem äußeren Kreis kann ebenfalls als Protokollant:in bestimmt werden.
Die beobachtenden Menschen können sich immer wieder dazu entscheiden, ob sie der Diskussionsrunde kurz beitreten wollen. Zum Beispiel dann, wenn ihnen ein gutes Argument einfällt oder wenn eine Person das Gefühl hat, dass die Diskussion ins Stocken geraten ist. Sobald die beobachtende Person ihren Beitrag abgegeben hat, kehrt sie zurück in den Außenkreis und wird wieder zum/zur Beobachter:in. Die Personen im Außenkreis können am Ende der Diskussionsrunde mithilfe eines Feedback-Bogens von ihren Eindrücken der Diskussion berichten.
Ziel der Methode
Durch diese Methode kann der Diskussion immer gut gefolgt werden, da nur eine begrenzte Anzahl an Menschen diskutiert. Trotzdem darf jede anwesende Person an der Diskussion teilnehmen, solange sie sich in den Innenkreis setzt. Die Diskussionsrunde bleibt somit dynamisch und erhält durch die diversen Perspektiven immer wieder einen neuen Antrieb. Menschen, die vielleicht in großen Diskussionsrunden eher stiller sind, haben somit eher eine Chance, sich in der kleineren Runde, einzubringen. Durch den Außenkreis kann man zusätzlich die Diskussion genau analysieren und im Anschluss zusammenfassen.
Am Ende einer Fishbowl-Diskussion werden dann die Ergebnisse mithilfe der Beobachtungen des Innenkreises ausgewertet. Auch die Personen aus der Innendiskussion können ihre Eindrücke mit in die Auswertung mit einfließen lassen.
Veranschaulichung der Fishbowl Methode
