Demokratie, das sind wir alle. Vielfalt, das sind wir alle.

Demokratie und Vielfalt fördern – Diskriminierung und Barrieren abbauen

Das von „Demokratie leben!“ geförderte Modellprojekt des AWO Bundesverbands setzt sich zum Ziel, im Arbeitsfeld der Kindertagesbetreuung Demokratieprozesse und Vielfalt zu fördern und Diskriminierungen und Barrieren abzubauen.

Projekt:
Demokratie, das sind wir alle. Vielfalt, das sind wir alle. Demokratie und Vielfalt fördern – Diskriminierung und Barrieren abbauen

Ziel:
Antidiskriminierung und Frühprävention im Vorschulalter

Zielgruppe:
Multiplikator_innen; Kinder im Vorschulalter; Eltern

Laufzeit:
2017–2019

Kooperationspartner:
Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband Deutsches Rotes Kreuz Deutscher Caritasverband/KTK Diakonie Deutschland Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) e. V. (Koordinierungsstelle)

Kindertageseinrichtungen sind die ersten Orte öffentlicher Bildung, Betreuung und Erziehung (frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung, FBBE). Daher sind Kitas für die Arbeiterwohlfahrt (AWO), den Träger des Modellprojektes, ein zentrales Handlungsfeld. Hier werden die Grundlagen gelingender Teilnahme und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben gelegt.

Das Projekt verfolgt das Ziel, demokratiefördernde, partizipative Ansätze im Arbeitsfeld der Kindertagesbetreuung zu identifizieren, zu unterstützen, zu verbreitern und nachhaltig zu sichern. Es ist eingebunden in eine Gesamtstrategie des Arbeitsfeldes innerhalb der Arbeiterwohlfahrt. In diesem Zusammenhang leistet es einen wichtigen Beitrag zu dessen Weiterentwicklung. Gleichzeitig soll damit die Weiterführung der Ziele des Projektes, über die reine Projektlaufzeit hinaus, erreicht werden. 

Ablauf 

Das Projekt fußt auf vier Säulen:

  • Diskriminierung entschieden begegnen
: Grundvoraussetzung für die Auseinandersetzung mit Diskriminierung ist die Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung. Dies geschieht sowohl mit dem Ansatz der „Kinderstube der Demokratie“, beim inklusiven Arbeiten als auch im Konzept der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung. Klare, pointierte Positionen sind Voraussetzung für die Schärfung des eigenen Profils und für die Auseinandersetzung mit Diskriminierung. Sie sollen im Rahmen des Projektes entwickelt und in die Fläche gebracht werden.
  • Willkommenskultur fördern, Partizipation ermöglichen: 
Um demokratisches Denken und Handeln spielerisch und nachhaltig in den Einrichtungen zu verankern, eignet sich das Konzept „Kinderstube der Demokratie“ besonders und soll daher Grundlage der angebotenen Schulungen sein. Darüber hinaus werden niedrigschwellige Beratungs- und Unterstützungsformate entwickelt und in die Breite getragen.
  • Vielfalt fördern, Inklusion leben
: Ausgangspunkt für eine breite demokratische Beteiligung ist eine pluralistische, inklusive Gesellschaft. Demokratie soll gestärkt werden, indem alle Personen an gesellschaftlichen Prozessen beteiligt werden. Demokratie und Vielfalt sollen verstärkt miteinander verknüpft werden – sie bedingen einander. Diese Bedingtheit soll individuelle Vorannahmen sichtbar machen und kritisch hinterfragen. Die Gleichwertigkeit und die Gleichstellung aller Personen soll hier als Richtschnur dienen.
  • Wissen vertiefen, Handlungskompetenz erhöhen: 
In der Praxis besteht ein großer Bedarf an der Vermittlung von Handlungskompetenzen. Kita-Leitungskräfte sind in besonderer Weise geeignet, spezifisches Wissen im Team weiter zu vermitteln. Daher sollen Kita-Leitungen in der Kompetenzvermittlung besondere Beachtung finden.

Zu Beginn des Projekts wurden bestehende Ansätze, Projekte und Erfahrungen in AWO-Kindertageseinrichtungen identifiziert. Dazu gehörte der AWO-eigene Wettbewerb „Demokratie braucht Vielfalt“ an dem sich Einrichtungen der Kindertagesbetreuung aus den Strukturen der AWO beteiligen konnten, die einen Bedarf an Weiterqualifizierung zum Thema Demokratie und Vielfalt haben. Aus den teilnehmenden Einrichtungen wurden insgesamt sieben Modelleinrichtungen ausgewählt, die individuelle und bedarfsspezifische Projektbegleitung über die Laufzeit von zwei Jahren erhalten und auf Wunsch im Zertifikatskurs „Kinderstube der Demokratie“ geschult werden.
Die Eigenmotivation der Mitarbeiter_innen erleichtert die nachhaltige Umsetzung und Weiterentwicklung des Projektes. Überdies werden die Projekte dokumentiert und in Form einer Handreichung (Curriculum) auch anderen Trägern zur Verfügung gestellt. 

Ansprechpartner
AWO Bundesverband e.V.

Blücherstraße 62/63

10961 Berlin
www.duvk.de/AWO
jannes.hesterberg@awo.org
Jannes Hesterberg

Tel: 0 30 / 26 30 94 10