Gewohnt ungleich: Rassismus und Wohnverhältnisse. NaDiRa-Monitoringbericht mit Schwerpunkt Wohnen
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Das Deutsche Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung (DeZIM) veröffentlichte im Dezember 2025 den NaDiRa-Monitoringbericht "Gewohnt ungleich: Rassismus und Wohnverhältnisse". Er zeigt, wie Rassismus das Wohnen in Deutschland strukturell prägt – von der Wohnungssuche bis zum Nachbarschaftsalltag.
Rassistisch markierte Menschen stoßen bei der Wohnungssuche deutlich häufiger auf Ablehnung. Sei es durch ausbleibende Rückmeldungen, verweigerte Besichtigungen oder überhöhte Mieten. Wer eine Wohnung findet, lebt häufiger zur Miete, auf weniger Fläche, mit höherer Kostenbelastung und schlechterer Wohnqualität. Das wirkt sich nachweislich auf die mentale Gesundheit aus.
Auch im Nachbarschaftsalltag erfahren rassistisch markierte Menschen häufiger Diskriminierung und Ausgrenzung. Dazu kommen strukturelle Umweltbenachteiligungen: höhere Luft- und Wärmebelastung, weniger Grünflächen. Der Bericht macht deutlich, dass diese Ungleichheiten kein Zufall sind. Sie folgen einer strukturellen Logik, die Menschen entlang rassistischer Zuschreibungen systematisch benachteiligt.
Der NaDiRa-Monitoringbericht empfiehlt gezielte Gegenmaßnahmen: mehr sozialen Wohnungsbau, stärkere Antidiskriminierungsregeln und eine bessere Datenerhebung zu rassistischer Ungleichheit im Wohnbereich.