Das verbotene Dorf. Das Verhörzentrum Wincklerbad der britischen Besatzungsmacht in Bad Nenndorf 1945 bis 1947
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Seit 2006 ist Bad Nenndorf zu einer Pilgerstätte für Rechtsextreme geworden. Sie missbrauchen die Diskussionen um Missbrauch und Folter von Gefangenen in dem nach 1945 eingerichteten britischen Internierungslager "Wincklerbad" für ihren Geschichtsrevisionismus und eine Täter-Opfer-Umkehr. Mittlerweile ist hat sich ein breites Gegenbündnis formiert, welches neben den direkten Protesten, Aufklärungsarbeit und die Förderung eines demokratischen Miteinanders vorantreibt.
In diesem Zusammenhang entstand das vorliegende Buch.
Es will die Vorfälle in dem, 1947 von der britischen Regierung auf Grund der Misshandlungen geschlossenen Gefängnis aufklären, um Legenden- und Mythenbildungen entgegenzuwirken.
Zunächst wird der historische Kontext und die Situation in Deutschland im Jahr 1945 skizziert um daran anknüpfend auf Entwicklung, Aufbau und Funktion des Verhörzentrums einzugehen.
Ein weiteres Kapitel befasst sich mit dem Bekanntwerden der Misshandlungen, den Untersuchungen der britischen Regierung und der öffentlichen Wahrnehmung der Fälle. Den Abschluss des Buches bilden zwei Interviews (mit einem Wissenschaftler und einem ehemaligen Soldaten), in denen die Rolle und Dynamik von Gewalt und Misshandlungen in Armeen und ähnlich strukturierten Organisationen diskutiert wird.