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Gruppentrainings zum Umgang mit Aggression und Rassismus

Ausgangspunkt für dieses Projekt war die Beobachtung, dass es im Bezirk Berlin-Reinickendorf einen hohen Anteil an Jugendlichen gibt, die durch gewalttägiges, aggressives und rassistisches Verhalten auffallen. Eltern sind oft machtlos angesichts der Verhaltensweisen ihrer Kinder und auch die Schule bietet nur bedingt Raum, dieses Verhalten pädagogisch zu bearbeiten. Daher ist es wichtig, mit diesen Jugendlichen an einem dritten Ort außerhalb von Familie und Schule das gewalttägige, aggressive und rassistische Verhalten in einem intensiven Trainingskurs zu bearbeiten. Hierzu wurde im Rahmen des Bundesprogramms „VIELFALT TUT GUT!“ das TESYA®-Gruppentraining vom ifgg – Institut für genderorientierte Gewaltprävention e. V. mit einer Gruppe von Jugendlichen umgesetzt. Dieses Training ist ursprünglich nicht für die Arbeit mit rechtsextrem gefährdeten und orientierten Jugendlichen konzipiert. Aufgrund der Bedeutung, die Gewaltakzeptanz für diese Zielgruppe hat, ist das Anti-Gewalt-Training jedoch auch unter diesem Aspekt gewinnbringend.

Ablauf

Zielgruppe des Projektes waren Jugendliche, die verbal oder physisch aggressiv und gewalttägig gegenüber anderen Personen oder Gegenständen reagieren und durch starke rassistische Äußerungen auffallen, die jedoch zugleich (noch) nicht straffällig geworden sind und daher nicht über eine richterliche Weisung an Antigewalttrainings vermittelt werden können. Da diese Jugendlichen in der Regel nicht auf Eigeninitiative solche Trainingskurse suchen, nahm die Gewinnung der freiwilligen Trainingsteilnehmer/-innen über Schulen, Schulsozialarbeiter/-innen oder zentrale Anlaufstellen im Bezirk einen zentralen Stellenwert ein. Mit den Jugendlichen, die Interesse an einer Teilnahme zeigten, fanden intensive Vorgespräche zur Klärung ihrer Motivation und der Ziele des Kurses statt.

Das Antigewalttraining nach dem TESYA®-Konzept umfasste 16 Sitzungen á 3 Stunden. Dabei wechselten sich Modellernen, Rollenspiele, Feedbacksequenzen und Übungen zum Transfer in den Alltag ab. Thematische Schwerpunkte waren u. a. die Reflexion der eigenen Haltung, die Aufarbeitung von Konfliktsituationen und die Entwicklung von Konfliktlösungsmethoden, Übungen zu Empathie und Perspektivenübernahme oder die Reflexion von Geschlechterrollen. Über das ganze Training hinweg fand ein enger Austausch mit pädagogischen Bezugspersonen (Eltern, Lehrer) der Jugendlichen statt. Im Anschluss an das Training wurden zwei Nachtreffen mit den Jugendlichen durchgeführt.

Gelingensfaktoren

Da aufgrund der Freiwilligkeit der Teilnahme die Motivation der Jugendlichen ein entscheidender Faktor ist, nehmen die zwei Vorstellungsgespräche mit und ohne Eltern eine wichtige Bedeutung ein. Hier wird die Motivation der Jugendlichen zur Teilnahme erfragt und über die Inhalte und den Rahmen des Trainings informiert. Förderlich ist zudem, dass sich die Inhalte der Sitzungen konkret an den Themen orientierten, die die Jugendlichen bewegten, sowie, dass die Trainings an einem neutralen Ort außerhalb der gewohnten pädagogischen Settings Familie und Schule in einem geschützten Raum stattfinden.

Der Einbezug der Eltern ist ein weiterer zentraler Faktor: Die Eltern werden zu einem der beiden Vorstellungsgespräche mit ihrem Kind eingeladen. Ziel ist dabei, sich kennen zu lernen und die Unterstützung der Eltern zu erfragen. In der Mitte des Trainings gab es einen Elternabend, in dem die Kinder ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Anti-Gewalt Training präsentieren. Die Trainer gaben Rückmeldung und die Eltern stellen Fragen und teilen Beobachtungen mit, die sie zu Hause gemacht haben.

Weitere Gelingensfaktoren sind die regelmäßige Teilnahme der Jugendlichen, was wiederum auch vom Engagement des Umfeldes abhängt, die Ernsthaftigkeit der Auseinandersetzung der Jugendlichen mit den Inhalten auch außerhalb des Trainings sowie die Schaffung einer respektvollen Atmosphäre für alle Beteiligten durch die Trainer/-innen.

Lessons Learned

Das zentrale Hindernis ist eine zu geringe oder fehlende Motivation. Das kann zu Abbrüchen des Trainings führen. Dies kann aber durch eine intensive Vorarbeit und Vorgespräche zumeist verhindert werden. Als schwierig gestaltete sich darüber hinaus die Ansprache von Mädchen für einen zeitgleich geplanten Trainingskurs mit gewalttägigen, aggressiven und rassistischen Mädchen.

Projekt: Gruppentrainings zum Umgang mit Aggression und Rassismus

Ziel: Reduktion von gewalttägigen, aggressiven und rassistischen Verhalten

Zielgruppe: Gewalttägige, aggressive und rassistische Jugendliche von 13 bis 18 Jahren, die (noch) nicht straffällig geworden sind

Laufzeit: 1 Jahr

Kooperationspartner: Schulleiter/-innen, Schulsozialarbeiter/-innen und Schulpsycholog/-innen an Haupt- und Gesamtschulen sowie Familienhelfer/-innen in Berlin-Reinickendorf

Ansprechpartner:

Aufwind – Verein für Aufsuchende Erziehungshilfen e.V.
Vierwaldstätter Weg 7
13407 Berlin
www.aufwind-berlin.de
info@aufwind-berlin.de
Tel.: 0 30 / 3 19 89 12-00
Fax: 0 30 / 3 19 89 12-19
 

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