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  • Schlagwörter: Allen Materialien sind Schlagwörter zugeordnet. Über die Schlagwörterliste kann nach bestimmten Themengebieten gesucht werden oder Themengebiete können kombiniert werden.
  • Medienart: Wenn Du gezielt nach einem bestimmten Format wie z.B. Film oder Broschüre suchst, kannst du die Suche über das Kriterium Mediengattung eingrenzen.
  • Zielgruppe: Hier kannst Du die Materialien danach filtern, an wen sie sich richten. Du kannst auch mehrere Zielgruppen markieren (etwa „Schüler:innen“ und „Menschen mit Migrationshintergrund/People of Color“).

Grundsätzlich gilt: Alle Suchoptionen (inkl. „Suchbegriffe“) können miteinander kombiniert werden. Zusätzlich können auch Materialien angezeigt werden, die nicht als PDF verfügbar sind. Hierzu ein Häkchen bei „Offline-Bestand“ setzen.

Rückwege

Durchgeführt wird das Projekt vom Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz im Rahmen des Bundesprogramms „XENOS“. Es entwickelte sich aus der Erkenntnis heraus, dass Erleben von Ablehnung, Diskriminierung und Gewalt im persönlichen Umfeld rechtsextremistische Orientierungen bei jungen Menschen begünstigen kann. Rechtsextreme Gruppierungen versuchen seit Jahren verstärkt, gerade solche Jugendliche anzulocken, denen Perspektiven oder die Anerkennung durch Bezugspersonen fehlen. Hier setzt „Rückwege“ mit dem Ziel an, rechtsextremistisch gefährdeten, sozial desintegrierten jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu erschließen und ihnen dadurch die Abwendung von rechtsextremistischen Kreisen und einen Rückweg in die Gesellschaft zu ermöglichen.

Ablauf

Rückwege basiert auf dem Ansatz der aufsuchenden Sozialarbeit und bietet ein breites Beratungs- und Unterstützungsangebot. Jugendliche können sich beispielsweise bei der Ausbildungs- und Arbeitssuche begleiten lassen und Hilfe bei finanziellen Problemen bekommen. Durch erlebnispädagogische Maßnahmen sowie durch Kompetenztrainings sollen die Jugendlichen neues Selbstwertgefühl entwickeln und so lernen, Herausforderungen auf legalem und sozial adäquatem Weg anzugehen. Das Projekt ist gut vernetzt mit Sozialleistungsträgern vor Ort und unterstützt neben den Jugendlichen auch Eltern, pädagogische Fachkräfte und soziale Einrichtungen. Außerdem ist es möglich, sich unter einer kostenlosen Hotline auch anonym beraten zu lassen.

Gelingensfaktoren

Die Verortung im Kontext des Landesjugendamts und die Anbindung an weitere ebenfalls dort verankerte Sonderprojekte gegen Rechtsextremismus haben die Etablierung des Projekts erleichtert. Bereits vorhandene Kommunikationswege können dazu genutzt werden, landesweit über „Rückwege“ zu informieren. Zudem vermitteln die anderen Sonderprojekte (bspw. „Elterninitiative gegen Rechts“) „Rückwege“ einen großen Teil der Einzelfälle. Auch die Kontakte zu Multiplikatoren aus Jugendarbeit, Justiz und Polizei können als Gelingensfaktor benannt werden. Sie sind u.a. wichtig für die Entwicklung neuer Wege der Fallrekrutierung.
Für den Erfolg der Einzelfallarbeit spielt die Vielfalt der eingesetzten pädagogischen Methoden und Ansätze eine entscheidende Rolle. Sie ist wichtig, um sich auf die biografischen Hintergründe und die besonderen Bedarfe auszurichten, die aus der Persönlichkeit des Einzelnen erwachsen. Achtsamkeit und Verlässlichkeit in Kooperation mit den Klienten sowie mit anderen Fachkräften stellen die Grundlage für die Erreichung systemischer Ziele in der Einzelfallarbeit dar. Kooperation ist auch wichtig, um den Klienten die Unterstützung Dritter zu erschließen.
Schließlich wird durch kollegiale Fallberatung, Reflexion und Supervision die Qualität des Beratungsprozesses abgesichert.

Lessons Learned

Ein Problem ist es, die Aufmerksamkeit des landesweiten Multiplikatorennetzes für die Zielgruppe von „Rückwege“ dauerhaft zu schärfen und wach zu halten. Dies ist eine langfristige und ressourcen-intensive Aufgabe. Um diesbezüglich nachhaltige Ergebnisse zu erreichen, wird die Fachöffentlichkeit kontinuierlich angesprochen, es werden neue Informationsmaterialien entwickelt sowie Projektvorstellungen und Fachkräfteschulungen im Land durchgeführt.
Die Zusammenarbeit mit Klienten im Zwangskontext zielführend zu gestalten, stellt eine weitere Herausforderung dar. In der Fallarbeit hat sich die Kombination aus vertrauensbildenden Maßnahmen, gerechtigkeitsorientierter Jugendarbeit, biographischer Orientierung sowie gezielter Irritation und Konfrontation bewährt. Klienten fühlen sich persönlich wertgeschätzt und sicher. Zugleich finden auf inhaltlicher Ebene kritische Dialoge und Auseinandersetzungen mit ihnen statt.

Projekt: Rückwege

Ziel: Beratung und Unterstützung von rechtsextremistisch orientierten jungen Menschen bei der Abwendung von rechtsextremen Kreisen und bei ihrer Reintegration in die demokratische Gesellschaft

Zielgruppe: rechtsextremistisch orientierte junge Menschen

Laufzeit: 2010-2013

Kooperationspartner: (landesweit) Öffentliche und Freie Träger der Jugendhilfe, insbesondere Jugendsozialarbeit; Justiz und Polizei; Arbeitsagenturen und Jobcenter; Fanprojekte Kaiserslautern und Mainz

Ansprechpartner:

Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung – Landesjugendamt Rheinland-Pfalz
Rheinallee 97-101
55118 Mainz
www.lsjv.rlp.de
beratungsnetzwerk@lsjv.rlp.de
Tel.: 0 61 31 / 96 75 08
Fax: 0 61 31 / 96 71 25 08

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