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Projektträger:
Bildung in Widerspruch e. V.

Laufzeit:
2020 - 2024

Kooperationspartner: Meet a Jew

Webseite: https://www.an-allem-schuld.de https://www.bildung-in-widerspruch.org

» Weitere Materialien:

Bildung in Widerspruch – Online gegen Antisemitismus

Jugendliche nutzen das Internet stark für politische Informationen, doch es ist auch ein Ort für antisemitische Äußerungen. Daher ist es wichtig, dass sie auf jugendgerechte Aufklärungsangebote stoßen. Das Modellprojekt hat eine Webseite ins Leben gerufen („An allem schuld – Wie Antisemitismus funktioniert“), die sich an Jugendliche ab 14 Jahren richtet und eine kritische Auseinandersetzung mit aktuellen Formen des Antisemitismus fördern und Wissen über jüdisches Leben vermitteln soll. Die Seite bietet einen direkten Zugang zum Thema und unterstützt gleichzeitig angeleitete Lernprozesse. Pädagogische Fachkräfte erhalten begleitende Handreichungen für die Nutzung in Bildungsformaten.

Warum habt ihr das Projekt ins Leben gerufen?

Das Internet ist ein massiver Resonanzraum für Antisemitismus. An kaum einem anderen Ort stoßen Menschen so massiv auf antisemitische Verschwörungserzählungen und rassistische Zuschreibungen gegenüber Jüdinnen:Juden wie hier. Zeitgleich ist das Internet aber auch der Ort, an dem sich Jugendliche und junge Erwachsene maßgeblich über gesellschaftspolitische Themen informieren – Tendenz steigend.

Daher wollten wir eine digitale Lern- und Informationsplattform schaffen, mit der sich Jugendliche eigenständig und selbstgeleitet mit aktuellem Antisemitismus auseinandersetzen können. Wichtig war es für uns einen Mix aus spielerischen Elementen, Erklärvideos und längeren Hintergrundinformationen anzubieten, damit Menschen unterschiedlicher Altersgruppen ein spannendes Angebot vorfinden.

Darüber hinaus wollten wir die Möglichkeit einer Auseinandersetzung mit Aspekten der Vielfalt von Judentum und jüdischem Leben schaffen, um der verbreiteten klischeehaften Wahrnehmung von Jüdinnen:Juden entgegenzuwirken.

Unsere fertige Onlineplattform trägt den Titel: „An allem schuld – Wie Antisemitismus funktioniert“ und verweist damit bereits auf den Kern des Antisemitismus: Jüdinnen:Juden werden für alles mögliche Böse auf der Welt verantwortlich gemacht.

Wie läuft das Projekt ab?

Bevor es mit den konkreten Arbeiten an der neuen Onlineplattform losging, haben wir das Feld sondiert und mehrere Onlinebefragungen durchgeführt. Die Ergebnisse sind in der Broschüre „Mehrfachnennungen möglich. Umfragen zu jugendlichen, pädagogischen und jüdischen Perspektiven auf Antisemitismus und Bildungsarbeit“ veröffentlicht. Ziel war es, eine erste Einschätzung von (Vor-)Wissen, Interessen und Bedarfen der potentiellen Nutzer:innen der Plattform zu erhalten.

Im Anschluss begann die schrittweise Umsetzung der Plattform. Texte schreiben, Konzeptionstreffen mit Gestalter:innen und Programmierer:innen, genauso wie die Entwicklung von Ideen für Erklärfilme und der Dreh von Videointerviews. Pädagogische Methoden probierten wir im Laufe der Projektzeit immer wieder mit jungen Menschen gemeinsam aus – meist im Rahmen von mehrtägigen Seminarfahrten. Unser Projektpartner „Meet a Jew“ unterstützte uns tatkräftig bei der Entwicklung der Materialien zu jüdischem Leben.

Im November 2023 ging dann unsere Plattform www.an-allem-schuld.de online. Seitdem machen wir fleißig Werbung auf Social Media und entwickeln pädagogisches Begleitmaterial, welches 2024 veröffentlicht wird.

Was braucht ihr, damit das Projekt gelingt? Wo liegen mögliche Herausforderungen?

Die Konzeptionsphase war herausfordernd – auch weil wir mit einem vierköpfigen Projektteam erst mal eine gemeinsame Vorstellung für das Onlineprodukt entwickeln mussten. Mit dem Ergebnis sind wir nun sehr zufrieden – aber ein großer Teil der Arbeit liegt trotzdem noch vor uns: Wie bringen wir unser Projekt an die Zielgruppe(n)? Das sind ja zum einen direkt die Jugendlichen, zum anderen aber auch Lehrkräfte und andere Multiplikator:innen, die unserer Webseite für ihre eigenen Bildungsformate nutzen können. Das Erreichen der jugendlichen Zielgruppe erfolgt in diesem Fall dann auch indirekt.

Im Moment gehen wir da verschiedene Wege: klassische Werbung mit Flyern und Plakaten bei Veranstaltungen, Texte und Fortbildungen – aber vermehrt auch die Nutzung von verschiedenen Social-Media-Kanälen, für die wir regelmäßig Content produzieren. Im Moment klappt das relativ gut – auch weil wir die Arbeit über unsere Projektstellen abdecken können. Unklar ist es aber, wie es nach Projektende weitergeht. Hier müssen wir noch Möglichkeiten der weiteren Finanzierung und Betreuung der Plattform finden – ein wiederkehrendes Problem der Projektförderung.

Die Fragen beantwortete/n:

Jan Harig