Logo der Vielfalt Mediathek

Suchtipps

Suchtipps

Oben auf der Startseite ist ein Suchfeld. Dort kannst du Begriffe zu Materialien, Themen, Herausgebern etc. eingeben. Zuerst werden die Materialien aus dem aktuellen Bundesprogramm „Demokratie leben!“ angezeigt.

Nicht das Richtige dabei? Zu viele Ergebnisse?
In der Erweiterten Suche können verschiedene Suchen miteinander kombiniert werden:

  • Volltextsuche im Feld  „Suchtext“: Der gesamte Eintrag wird nach den eingegebenen Begriffen durchsucht. Über die Volltextsuche können Titel, auch Teile davon, Autor:innen, und Projektträger gesucht werden.
  • Schlagwörter: Allen Materialien sind Schlagwörter zugeordnet. Über die Schlagwörterliste kann nach bestimmten Themengebieten gesucht werden oder Themengebiete können kombiniert werden.
  • Medienart: Wenn Du gezielt nach einem bestimmten Format wie z.B. Film oder Broschüre suchst, kannst du die Suche über das Kriterium Mediengattung eingrenzen.
  • Zielgruppe: Hier kannst Du die Materialien danach filtern, an wen sie sich richten. Du kannst auch mehrere Zielgruppen markieren (etwa „Schüler:innen“ und „Menschen mit Migrationshintergrund/People of Color“).

Grundsätzlich gilt: Alle Suchoptionen (inkl. „Suchbegriffe“) können miteinander kombiniert werden. Zusätzlich können auch Materialien angezeigt werden, die nicht als PDF verfügbar sind. Hierzu ein Häkchen bei „Offline-Bestand“ setzen.

Dehnungsfuge – auf dem Lande alles dicht?

Demokratieförderung im ländlichen Raum durch partizipativ-nachhaltige Bildungs- und Kulturprojekte

Der demografische Wandel macht sich insbesondere in den ländlich geprägten Regionen bemerkbar. Mit der Abwanderung vor allem junger Menschen in urbane Lebensräume brechen große Teile der sozialen sowie kulturellen Infrastruktur weg – so sind etwa wichtige Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser nicht mehr gut erreichbar, Orte der Begegnung und gemeinsamer Aktivitäten wie Vereine und Jugendzentren lösen sich zunehmend wegen Nachwuchsmangel auf. Aufgrund dieser Entwicklungen verlieren die betreffenden Regionen noch mehr an Attraktivität. Die Frustration über den Bevölkerungsrückgang und der damit einhergehenden Ausdünnung der Infrastruktur machen sich rechtsextreme Akteure zunutze: sie engagieren sich gezielt in sozialen Bereichen und versuchen die Jugend durch entsprechende Angebote für ihre menschenfeindliche Ideologie einzunehmen. Die aufgrund der Überschaubarkeit der lokalen Bevölkerung und des geringen Anteils von Menschen mit Migrationshintergrund verbreitete Unwissenheit und Skepsis gegenüber Neuem und Unbekanntem erleichtern Rechtsextremen zudem den Zugang. Diesen Entwicklungen wirkt das Modellprojekt entgegen. Es vermittelt Jugendlichen soziale Schlüsselkompetenzen durch die Förderung ihrer Partizipation an demokratischen Prozessen. Durch die eigenständig entwickelten Projekte in leerstehenden Objekten wird der ländliche Raum aufgewertet und die Bevölkerung zum Dableiben angeregt: Wo selbst etwas bewegt werden kann, entstehen Zukunftsperspektiven. Positive Impulse gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit werden dabei durch alternative Kulturangebote und Empowerment sowie Stärkung durch lokalpolitische Einflussnahme gegeben.
Durch solche Stärkung und Aktivierung können neue Ideen für mögliche neue Arbeitsplätze entstehen. Netzwerke aus ideengebenden Kerngruppen, indem sie nachhaltig mit Lokalpolitik, kultureller Bildung und Akteuren einer neuen Willkommenskultur verknüpft werden, verstetigen durch Bindung junger Menschen an ihre Heimat im ländlichen Raum die Soziokultur und Attraktivität des Lebensraums vor Ort. Ein Hauptfaktor dabei ist die aktive Teilhabe an demokratischen Prozessen: Biografisch prägend werden die im Projektprozess erworbenen Schlüsselqualifikationen für jeden einzelnen Lebensweg – persönlich/beruflich positiv und nachhaltig.

Ablauf

Das Projekt wandelt mit Blick auf seine Ziele eine negative Auswirkung der demografischen Entwicklung in neue Möglichkeiten: In vielen ländlichen Regionen finden sich Spuren des gesellschaftlichen Wandels in Gestalt von leerstehenden Häusern, verlassenen Gehöften oder Gemeindeeinrichtungen. Das Projekt ermöglicht es Jugendlichen, in diesen leerstehenden Objekten eigene Ideen zu verwirklichen. So schafft „Dehnungsfuge“ Möglichkeiten zur Entfaltung und gibt Jugendlichen einen Raum, um ihr Potenzial zu entwickeln.
Gemischte Kerngruppen alteingesessener und zugezogener Jugendlicher erkunden Leerstand in ihrer Region, dokumentieren diesen und entwerfen selbst Projekte zum Füllen dieser Räume mit partizipativ-nachhaltigen Bildungs- und Kulturprojekten. Gerade im ländlichen Raum spielt dabei der digitale Kommunikationsprozess eine große Rolle. Es werden basisdemokratisch Prozesse angeschoben, die die Jugendlichen für eigenverantwortliche Projekte nach ihren Vorstellungen und Bedarfen, flankiert von professionellen Partnern, befähigen und begeistern sollen. Hierin liegt auch die Innovationskraft des Projekts: Kooperationen bzw. Synergien zwischen professionellen Partnern aus Bildung und Wissenschaft einerseits (z.B. Hochschule Magdeburg-Stendal, Fachbereich Kommunikation und Medien / CrossMediaPlattform „Die Wählerischen“) sowie Lokalpolitik, Wirtschaft, Kultur und heterogenen Gruppen von Jugendlichen vor Ort andererseits.
Die Projekte werden in Viesen/Brandenburg, Stendal, Eisleben, Rendsburg und Mestlin umgesetzt. Der kontinuierliche und strukturierte Austausch von fünf Teilprojekten in vier Bundesländern untereinander über die Projektarbeit, über neue Formen des Zusammenlebens im Sozialraum wird im Laufe des Projekts ergänzt durch Bildungsaktivitäten auf lokalhistorischer Spurensuche, gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und für demokratisches Handeln.
Zum Zeitpunkt (Mai 2016) wurden bereits Kunst-, Tanz-, Theater- und Graffity-Projekte sowie diverse Workshops umgesetzt. Einzelheiten zum Ablauf werden während der Projektlaufzeit an dieser Stelle ergänzt.

Projekt: Dehnungsfuge – auf dem Lande alles dicht?

Ziel: Förderung von Partizipation an demokratischen Prozessen und aktiver Teilhabe am soziokulturellen Gemeinwesen im ländlichen Raum

Zielgruppe: Jugendliche, Migrant_innen

Laufzeit: 01.03.2015–31.12.2019

Kooperationspartner: Theater der Altmark, Stendal Kulturwerk Mansfeld-Südharz, Lutherstadt Eisleben LKJ Schleswig-Holstein e.V., Rendsburg LKJ Mecklenburg-Vorpommern e.V., Lübz Lehnschulzenhofbühne Viesen Brandenburger Theater

Ansprechpartner:

Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e. V. – (lkj)
Fachbereich Interkulturelle Bildung, Netzwerk und Geschichtslernen
Bundesmodellprojekt „Dehnungsfuge – Auf dem Lande alles dicht?“
Brandenburger Str. 9
39104 Magdeburg
www.dehnungsfuge.com
torsten.sowada@jugend-lsa.de
Torsten Sowada
Tel: 03 91 / 2 44 51 74

Einen Augenblick, bitte!
Wir führen eine Umfrage zum Nutzerverhalten auf der Webseite durch. Wir wollen damit unsere Seite nutzerfreundlicher gestalten und erfahren, welche Themen euch besonders interessieren. Es dauert nur zwei bis drei Minuten und ist anonym.

Geschlecht

Geschlecht

Alter

Alter

Migrationshintergrund

Migrationshintergrund

Beruf

Beruf

Schulform

Frage

Frage

Ich suche etwas in der Mediathek für

Ich suche etwas in der Mediathek für

Welches Thema, welche Themen sind dir besonders wichtig?

Welches Thema, welche Themen sind dir besonders wichtig?

Besuch der Webseite

Besuch der Webseite

Wie hast du uns gefunden?

Wie hast du uns gefunden?

Bewerte bitte die Vielfalt-Mediathek mit 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht)

Bewerte bitte die Vielfalt-Mediathek mit 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht)

Abschließendes Feedback

Abschließendes Feedback