Tacheles!

Von 2012-2015 gab es bereits ein Kooperationsprojekt zwischen dem BDAJ und der KLJB mit dem Titel „BirD: Brücke interreligiöser Dialog“, im Rahmen dessen die beiden Kooperationspartner*innen erstmals zusammengearbeitet haben. Ziel war es, einen Beitrag zu einer offenen Gesellschaft zu leisten. Beide Verbände verstehen die Förderung des interreligiösen Dialogs und die gleichzeitige Stärkung der gesellschaftlichen Teilhabe…

oha online hass abbauen – virtuelle Trainings gegen Hass und Gewalt

Junge Menschen bewegen sich zunehmend in virtuellen Räumen und auch Radikalisierungsprozesse vollziehen sich bisweilen in erheblichem Umfang online. Gleichzeitig gibt es kaum webbasierte pädagogische Angebote, die sich der direkten Arbeit mit rechtsextrem orientierten Jugendlichen widmen. Vor dem Hintergrund seiner langjährigen Erfahrungen mit vorurteilsreduzierenden Aggressionsschwellentrainings mit rechtsextremen Gewaltäter_innen im Rahmen des Thüringer Trainings- und Bildungsprogramms (TTB)…

Verantwortung übernehmen – Eltern stärken (REXEL)

In den letzten Jahren haben Kinder, die in rechtsextremen Familien aufwachsen, in der Fachöffentlichkeit zunehmend Aufmerksamkeit erfahren. Die Vorstellung, dass sich eine Distanzierung von rechtsextremen Einstellungen und Verhaltensweisen quasi automatisch im Zuge der Familiengründung ergibt, gilt als überholt. Stattdessen wird diskutiert, was es für Kinder und Jugendliche bedeutet, in rechtsextrem orientierten Familien aufzuwachsen, und wie…

Veränderungsimpulse bei rechtsorientierten Jugendlichen durch Kurzinterventionen setzen

Die Vorstellung von singulären Interventionen, die eine „Heilung“ von rechtsextremer Orientierung mit sich bringen, greifen zu kurz. Veränderungen und Distanzierung von rechtsextremen Einstellungen und Verhaltensweisen sind ein langwieriger Prozess, den es kontinuierlich zu begleiten gilt. Veränderungswille bei den Jugendlichen entwickelt sich nicht selten erst im Zusammenhang mit schwerwiegenden bspw. strafrechtlichen Folgen oder bei negativen Erlebnissen…

Ein normales Familienleben

Das „normale Familienleben“ im Titel der Studie hat eine doppelte Bedeutung. Zum einen ist damit der Wunsch nach einem normalen Familienleben beschrieben, wenn dieses durch eine rechtsextreme Einstellung der Kinder massiv gestört ist. Auf der anderen Seite spielt der Titel auch darauf an, dass teilweise ein „normales“ Familienleben durch die Eltern beschrieben wird, wenn die…

Beratung für Eltern rechtsextremer Jugendlicher – Bedarfe, Erfahrungen, Praxis

Anlass des Fachgesprächs war, dass die mobilen Berater/-innen gegen Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt zunehmend Bedarfe von hilfesuchenden Eltern feststellten, wenn sich deren Kind rechtsextremen Jugendkulturen zuwendet. Konkrete und explizite Beratungsangebote für Eltern rechtsextrem orientierter Kinder gab es zu diesem Zeitpunkt im Land noch nicht. Ziel war daher der Transfer von Erfahrungen aus der Elternarbeit in Thüringen,…

Aussteigen, Umsteigen, Einsteigen.

Das Interview wurde durch einen Sozialarbeiter geführt, der den Jugendlichen bereits gut kannte. Dem Interview ging somit eine langjährige, sozialarbeiterische Beziehungsarbeit voraus. Zugleich brachte der Interviewer somit viele Detailkenntnisse aus der Entwicklung des Jugendlichen in die Interviewsituation mit. Neben den Einblicken in Ein- und Ausstiegsprozesse ist das Interview zugleich ein Erfahrungsbericht aus der sozialen Arbeit…

Praxishandbuch. Jugend an der roten Linie.

Im ersten Abschnitt gibt der Band eine thematische Einführung zu jugendlichem Rechtsextremismus. Reiner Becker schildert dabei Einstiegsbedingungen und -verläufe in rechtsextreme Szenen. Kerstin Palloks stellt das übergreifende Konzept der sekundären Prävention im Modellprojekt „Rote Linie“ vor. Im zweiten Abschnitt gilt der Fokus der Praxis in den einzelnen Arbeitsfeldern im Modellprojekt aus Sicht der Akteure. Die…